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Infos für Eltern, die ihr Kind für einen Integrationsplatz anmelden wollen

Seit wann gibt es das Konzept der Integration in dieser Kita?

Seit 1992 entwickelt sich dieses Konzept des gemeinsamen Lebens von behinderten und Nichtbehinderten Kindern.

Was ist das Besondere an diesem Konzept?

unsere Leitmotive

„Kinder lernen von Kindern“

- Jeder ist anders
- soviel Normalität wie möglich
- soviel Förderung wie notwendig

Welche Vorteile bringt dieses Konzept für die Kinder mit Entwicklungsbesonderheiten?

- bei uns erhält jedes Kind die Möglichkeit, sich seinem individuellen Entwicklungstempo gemäß, aus der Vielfalt anregender Elemente und Angebote die zu wählen, die ihm Freude bereiten und es anregen mehr zu tun.

- wir holen jedes Kind dort ab, wo es sich befindet und wollen sein Selbstwertgefühl stärken.

- kommt ein Kind neu zu uns, stellen wir keine Ansprüche an das, was das Kind „schon können muss“.

- wir erfassen vielmehr gemeinsam mit den Eltern alles, was es schon von selbst kann und von sich aus möchte und geben dort Unterstützung, wo das Kind den Kita Alltag noch nicht allein bewältigen kann.

Gibt es wechselseitige Anregung der behinderten und Nichtbehinderten Kinder füreinander?

- unser Ziel ist nicht die Angleichung der „behinderten“ Kinder an die „Nichtbehinderten“ Kinder sondern:

Jedes Kind ist einmalig und bietet so Anregungspotential für die anderen Kinder!

- unsere altersgemischten Gruppen unterstützen diesen Prozess - kleine Kinder lernen von größeren, die älteren Kinder entwickeln in der Regel von sich aus Feingefühl und Rücksichtnahme gegenüber den Kleinsten - und können so ganz nebenbei noch einmal die Zeit nachvollziehen, in der sie selbst „ein Baby“ waren.

- Gleiches geschieht zwischen behinderten und Nichtbehinderten Kindern - die Kinder die etwas schon können, regen andere an es auch zu versuchen - manchmal gelingt es, manchmal müssen beide Seiten erfahren, dass der Unterschied bleibt, aber verschiedene Wege möglich sind.

-aus dem Miteinander im Kita Alltag schöpfen sowohl die Kinder, deren Entwicklung aus den verschiedensten Gründen langsamer oder anders verläuft als „üblich“, als auch die Kinder, die eine altersgemäße Entwicklung vollziehen.

Mit welchen Behinderungsarten und Auffälligkeiten haben die Erzieherinnen Erfahrungen?

Allgemeine schwere Entwicklungsverzögerungen in Motorik und Sprache, Angelmann Syndrom, Anomalien der oberen Extremitäten, Autismus, Cerebrale Paresen verschiedener Ausprägung, Epilepsi, Entwicklungsverzögerungen aufgrund extremer Frühgeburten oder schwerer Geburtsverläufe, allgemeine geistige Behinderung, Herzerkrankungen, Langdon Down Syndrom, MCD, Missbildung der Speiseröhre, Mucopolysacharidose, Spina Bifida, schwere Sehbehinderung (Vollblind), schwere Hörbehinderungen, auf verschiedenste Weise wahrnehmungsgestörte Kinder u.v.a.

Welche Ausbildung haben die Erzieherinnen?

- Die Erzieherinnen in den Integrationsgruppen haben alle eine Zusatzqualifikation erworben

- In jeder Integrationsgruppe arbeitet zusätzlich eine Facherzieherin für Integration, die halbjährige bis zweijährige Fortbildungen mit anerkanntem Abschlusszertifikat besucht hat (Rupenhorn, Koserstraße)

- Es ist üblich und erwünscht, dass jede Erzieherin jährlich an Fortbildungen teilnimmt

Wie ist die personelle Ausstattung in einer Integrationsgruppe?

Je nach Gruppenstruktur wird das Personal so eingesetzt, dass neben den eigentlichen Gruppenerzieherinnen jeweils für 4 Integrationskinder eine Stützerzieherin zur Verfügung steht.

Wie werden Fördermaßnahmen eingesetzt?

Das Integrationskonzept wird begleitet vom SPZ der Lebenshilfe e.V. Bei Bedarf erarbeiten Therapeuten gemeinsam mit Eltern und Erziehern nach einer Beobachtungsphase einen Förderplan, der vor allem der sozialen Integration des Kindes in die Kindergruppe dienen soll.

Für gruppentherapeutische Spielstunden stehen im Haus ein Snoezelenraum, ein Bewegungsraum, ein Linsen- und Ballbecken, der Matschraum sowie vielfältige psychomotorische Spiel und Bewegungsgeräte zur Verfügung.

Wie sind die baulichen Voraussetzungen?

Es existiert im Garteneingang eine Schräge, und am Eingang II eine Behindertengerechte Zufahrt. Es gibt keinen Personenaufzug.

Im EG verfügt die Gruppe 2 über einen nach neustem Standard ausgestatteten Behindertengerechte Sanitärtrakt.

Mit Hilfe des Elternvereins „Gemeinsam leben“ e.V. und mit Unterstützung der Kietzinitiative „Feste feiern, feste helfen“ wurden 2 weitere Sanitärtrakte behindertenfreundlich ausgestattet.

Besuchen sie uns einmal oder rufen Sie an unter 030/4728055